SIG OER Zertifizierungsspecial: Einblicke in die Praxis der OER-Zertifizierung an österreichischen Hochschulen
Wie gelingt die OER-Zertifizierung an Hochschulen? Beim SIG OER Zertifizierungsspecial geben sechs österreichische Hochschulen Einblicke in ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung von OER-Zertifizierungsprozessen.
Die SIG OER der fnma widmet sich seit mehreren Jahren dem Austausch und der Weiterentwicklung von Open Educational Practices im Hochschulkontext. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, wie OER-Zertifizierungsprozesse an Hochschulen konkret umgesetzt werden und welche Erfahrungen im Zuge dessen entstehen.
Am 10. Juni 2026 von 10:00–11:30 Uhr findet dazu das SIG OER Zertifizierungsspecial online via Webconference der Universität Innsbruck statt. Das Treffen bietet einen strukturierten Rahmen für praxisnahe Einblicke von österreichischen Hochschulen, die bereits OER-Zertifizierungsprozesse durchlaufen haben oder sich in unterschiedlichen Phasen der Umsetzung befinden.
Praxisberichte aus sechs Hochschulen
Im Rahmen des Specials teilen Vertreter folgender Hochschulen ihre Erfahrungen und zentralen Meilensteine auf dem Weg zur OER-Zertifizierung:
- Johannes Kepler Universität Linz
- Technische Universität Graz
- Fachhochschule Kärnten
- Universität Graz
- Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems
- Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien
Die Beiträge geben einen kompakten, aber vielfältigen Einblick in unterschiedliche institutionelle Wege zur OER-Zertifizierung. Im Mittelpunkt stehen Fragen der strategischen Verankerung, organisatorischen Umsetzung sowie der Entwicklung von Weiterbildungs- und Supportstrukturen für Lehrende.
Dabei wird deutlich, dass es nicht den einen Weg zur Zertifizierung gibt, sondern vielfältige Zugänge, die jeweils an institutionelle Rahmenbedingungen, Ressourcen und Entwicklungsziele angepasst sind.
Zentrale Themen des Austauschs
Neben den Praxisberichten wird der Austausch in thematisch fokussierten Kleingruppen vertieft. Diskutiert werden unter anderem:
- Einstieg und institutionelle Voraussetzungen für die OER-Zertifizierung
- Organisation und Umsetzung in der Hochschulpraxis
- zentrale Herausforderungen und Lösungsansätze
- konkrete Perspektiven für Lehrende sowie der Nutzen der Zertifizierung im Arbeitsalltag
Der offene Austausch soll insbesondere den Dialog zwischen bereits zertifizierten und interessierten Hochschulen stärken und einen Beitrag zur weiteren Professionalisierung im Bereich OER leisten.
Ziel des Formats
Das SIG OER Zertifizierungsspecial verfolgt das Ziel, Erfahrungen sichtbar zu machen, Orientierung zu bieten und den Wissenstransfer zwischen Hochschulen zu fördern. Im Zentrum steht dabei der Gedanke, OER-Zertifizierung nicht nur als formalen Prozess zu verstehen, sondern als Anlass für institutionelle Entwicklung, Zusammenarbeit und Community-Building.
Ausblick
Die im Rahmen des Specials geteilten Erfahrungen werden im weiteren Verlauf aufgegriffen und unter anderem in einem gemeinsamen fnma Magazinbeitrag weiter vertieft. Damit sollen die gesammelten Perspektiven noch breiter zugänglich gemacht und für weitere Hochschulen nutzbar aufbereitet werden.
Das SIG OER Netzwerk wird den Austausch zur OER-Zertifizierung auch künftig fortsetzen und weiterentwickeln, um Open Education an Hochschulen nachhaltig zu stärken.
Weitere Infos über die SIG OER fnma: https://fnma.at/arbeitsgruppen/sig-open-educational-resources