CC-Lizenzmodelle kombinieren: Worauf bei der Erstellung von OER zu achten ist
Welche CC-Lizenzen lassen sich miteinander kombinieren? Das Video „CC-Lizenzmodelle kombinieren“ zeigt anhand praktischer Beispiele, worauf bei der Erstellung und Veröffentlichung neuer OER mit unterschiedlich lizenzierten Materialien zu achten ist.
Welche CC-Lizenzen lassen sich miteinander kombinieren? Was ist zu beachten, wenn Materialien anderer Urheber:innen in eine eigene Bildungsressource einfließen? Und welche Lizenz kann für das neu erstellte Material verwendet werden?
Das Video „CC-Lizenzmodelle kombinieren“ gibt einen kompakten Überblick darüber, worauf bei der Kombination unterschiedlich lizenzierter Materialien zu achten ist. Anhand eines konkreten Beispiels wird gezeigt, wie eine Lehrunterlage aus verschiedenen Materialien – etwa Text, Bild und Audio – entstehen kann und welche Bedeutung deren jeweilige CC-Lizenzen für die neue Ressource haben.
Zum OER: oer-portal.uni-graz.at/edu-sharing/components/render/fe7b3c2c-b962-41a6-afdb-716204a056cb
Unterschiedliche Lizenzen – unterschiedliche Möglichkeiten
Wenn ausschließlich selbst erstellte Materialien verwendet werden, kann die Urheberin bzw. der Urheber grundsätzlich selbst entscheiden, unter welcher Lizenz die Ressource veröffentlicht wird. Anders sieht es aus, wenn bereits bestehende, CC-lizenzierte Materialien anderer Personen eingebunden werden.
Das Video zeigt anhand eines Beispiels, wie Materialien mit unterschiedlichen Lizenzen kombiniert werden können: Eine Illustration unter CC BY, ein Audio unter CC0 und ein Text unter CC BY-SA werden zu einer neuen Lehrunterlage zusammengeführt. Dabei wird erläutert, dass sich bei dieser Kombination die einschränkendste Lizenz auf die Lizenzierung der neu erstellten Ressource auswirkt.
Wo wird es kompliziert?
Besondere Herausforderungen entstehen bei der Kombination von Materialien mit nicht-offenen CC-Lizenzen. Das Video verdeutlicht dies anhand von CC BY-NC und CC BY-SA: Während CC BY-NC die kommerzielle Nutzung ausschließt, erlaubt CC BY-SA diese grundsätzlich, verlangt aber zugleich die Weitergabe unter gleichen Bedingungen.
Auch CC BY-ND lässt sich nicht mit CC BY-SA kombinieren. Der Grund liegt darin, dass CC BY-ND keine Abwandlungen erlaubt, während CC BY-SA bei Bearbeitungen die Weitergabe unter derselben Lizenz vorsieht.
Damit wird deutlich: Nicht alle CC-Lizenzen sind miteinander kompatibel. Gerade bei der Erstellung von Remixes oder neuen Lehrmaterialien lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Lizenzbedingungen der verwendeten Inhalte.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
Das Video fasst zum Abschluss drei zentrale Aspekte zusammen:
- Offene CC-Lizenzen lassen sich grundsätzlich leichter miteinander kombinieren.
- Bei nicht-offenen CC-Lizenzen ist die Kombination schwieriger und nicht immer möglich.
- Bei der Lizenzierung neu erstellter Materialien ist die einschränkendste Lizenz der verwendeten Materialien zu berücksichtigen.
Für wen ist das Video interessant?
Das Video richtet sich an Lehrende, OER-Erstellende und alle, die bereits veröffentlichte CC-lizenzierte Materialien in eigenen Bildungsressourcen weiterverwenden möchten. Es eignet sich insbesondere als kompakte Einführung in die Kombination verschiedener CC-Lizenzmodelle und als Ausgangspunkt für die praktische Auseinandersetzung mit Lizenzbedingungen.
Fazit
Das Video vermittelt anhand eines anschaulichen Beispiels, welche Rolle unterschiedliche CC-Lizenzen bei der Erstellung neuer Bildungsressourcen spielen. Besonders hilfreich ist die Gegenüberstellung von kompatiblen und nicht kompatiblen Lizenzkombinationen – und damit die Erinnerung, vor der Kombination fremder Materialien immer die jeweiligen Lizenzbedingungen zu prüfen.